Beleuchtungskabel: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 23. September 2013, 19:48 Uhr
Zur Verbindung von Dynamo mit Scheinwerfer und Rücklicht dient das Beleuchtungskabel (auch Lichtkabel oder Dynamokabel).
Bis Anfang der 50er Jahre gab es teilweise auch noch mit Garn ummantelte Lichtkabel (wie vor dem 2. Weltkrieg allgemein üblich). Ab Anfang/Mitte der 50er Jahre wurden Beleuchtungskabel dann hauptsächlich gummiummantelt (schwarz und grau) hergestellt. Graues Kabel wurde für alle buntlackierten Fahrräder verwendet. In den 80er Jahren gab es auch farbige Lichtkabel (bekannt sind rot, blau und grün).
An ihren Enden besaßen Lichtkabel zumeist Kabelschuhe, mit denen eine gute Befestigung durch die Rändelmuttern der Stromerzeuger/Stromabnehmer möglich war. Bei Kabeln, die mit einer Quetsch-/Steckverbindung befestigt wurden (bei vielen Beleuchtungskomponenten ab den 70er Jahren, bei Dynamos ab 1984), entfielen die Kabelschuhe. Abgerissene Kabelschuhe lassen sich einfach wieder anbringen.
Lichtkabel wurden bis in die 80er Jahre stets außen am Rahmen entlang geführt (gewickelt oder mit Leukoplast o.ä. geklebt) - hier war es die Aufgabe der Händlers, die Verkabelung vorzunehmen. Erst bei Fahrrädern der 80er Jahre von Diamant und Mifa wurden Kabel auch durch das Innere des Rahmens geführt. Diamant-Luxus-Sporträder besaßen für die Lichtkabelführung am Unterrohr des Rahmens Führungsösen; die übrige Führung des Kabels erfolgte mit speziellen Plastikklemmen unter den Schutzblechen. Lichtkabel konnten auch mit speziellen Kabelbindern (die auch zur Befestigung von Bowdenzügen verwendet wurden) befestigt werden.
Hersteller
Unter anderem:
- Adolf Kindermann, Neugersdorf/Sa.
- Gerhard Göschel, Meißen
- W. J. Gutsche, Osterburg
- A. Gutsche, Osterburg
- VEB Kabelwerk Köpenick
- VEB Landmaschinen Freiberg, Betrieb XVIII des VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen Neustadt in Sachsen
Ausführungen
-
Zeitraum: Anfang 50er Jahre (hier: 1951)
Hersteller: ??
Ummantelung: Garn, lackiert
Farbe: ocker
Bemerkungen: massiver, dünner Kupferdraht -
Zeitraum: Anfang 50er Jahre (hier: 1951)
Hersteller: ??
Ummantelung: Garn
Farbe: schwarz
Bemerkungen: Wie vor dem Krieg wurden auch in den frühen 50er Jahren noch diese Beleuchtungskabel mit großem Querschnitt verwendet. -
Zeitraum: Anfang 50er Jahre (hier: 1952)
Hersteller: ??
Ummantelung: Garn, dünner Gummischlauch
Farbe: schwarz
Bemerkungen: -
Zeitraum: 50er Jahre (hier: 1954)
Hersteller: VEB Kabelwerk-Köpenick
Ummantelung: Gummi
Farbe: schwarz
Bemerkungen: "Neuentwicklung": gummiummantelter Draht, wie alle späteren Lichtkabel. Großer Querschnitt -
Zeitraum: 50er/60er Jahre
Hersteller: ??
Ummantelung: Gummi
Farbe: dunkelgrau
Bemerkungen: großer Querschnitt -
Zeitraum: 50er/60er Jahre
Hersteller: ??
Ummantelung: Gummi
Farbe: silber
Bemerkungen: großer Querschnitt -
Zeitraum: vrmtl. 60er Jahre
Hersteller: ??
Ummantelung: Gummi
Farbe: hellgrau
Bemerkungen: großer Querschnitt -
Zeitraum: 60er Jahre (bis mind. 1965)
Hersteller: ??
Ummantelung: Gummi
Farbe: grau
Bemerkungen: Großer Querschnitt. Mit Federn zur Spannung des Kabels entlang des Bowdenzuges. -
Zeitraum: 60er Jahre (hier: zwischen 1964 und 1967 (Zeitraum der MDN))
Hersteller: ??
Ummantelung: Gummi
Farbe: grau
Bemerkungen: "Kombi-Dynamokabel" mit drei Anschlüssen. Großer Querschnitt. -
Zeitraum: 60er/70er Jahre
Hersteller: VEB Landmaschinen Freiberg
Ummantelung: Gummi
Farbe: grau
Bemerkungen: großer Querschnitt -
Zeitraum: 80er Jahre
Hersteller: ??
Ummantelung: Gummi
Farbe: grün
Bemerkungen: kleiner Querschnitt -
Zeitraum: 70er/80er Jahre
Hersteller: Gutsche
Ummantelung: Gummi
Farbe: grau-farbig
Bemerkungen: "Kombi-Dynamokabel" - der Abschnitt für die Vorderradlampe war hier in rot, gelb oder blau ausgeführt. Kleiner Querschnitt.
Befestigung von Beleuchtungskabeln
-
Lichtkabelbefestigung aus Plastik für die Führung des Kabels unter den Schutzblechen bei Diamant-Luxus-Sporträdern. Für das vordere Schutzblech werden 2 Klemmen, für das hintere Schutzblech 9 Klemmen benötigt.
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Befestigung des Kabels bei Diamant-Luxus-Sporträdern unter dem Rahmen mittels angelöteter Ösen. Das Kabel wird mit einer kleinen Feder in Spannung gehalten. Ist die originale Feder nicht voirhanden, kann eine Kugelschreiberfeder verwendet werden.
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Kabelbinder aus Aluminium, verwendet vrmtl. seit den 60er bis Ende der 80er Jahre. Diese Kabelbinder waren teilweise Bestandteil der werksseitigen Ausrüstung von Werkzeugtaschen.